In einem der ersten Posts dieser Serie hab ich geschrieben, dass wir Social Publisher auch nutzen, um uns selbst zu vermarkten — die Posts sind gleichzeitig Landingpages für das Produkt. Diese Idee war richtig. Ein paar Annahmen, die ich davor hatte, waren es nicht.
**Annahme 1: Ein technisch sauberes Produkt verkauft sich fast von selbst.** Das ist der klassische Denkfehler, den vermutlich jeder Entwickler mal hat. Ein stabiles, gut gebautes Plugin ist die Grundvoraussetzung — aber eben nur die Grundvoraussetzung, nicht der Verkaufstreiber. Ohne dass genug Leute überhaupt davon erfahren, ist die beste Technik komplett wirkungslos.
**Annahme 2: Wer installiert, probiert auch die Pro-Version aus.** In der Realität bleibt der Großteil derjenigen, die das kostenlose Plugin installieren, erstmal genau dort — beim kostenlosen Teil. Das ist per se nicht schlimm, aber ich hab die Konvertierung von Free zu Pro deutlich zu optimistisch eingeschätzt.
**Annahme 3: LinkedIn-Posts über das eigene Produkt sind schon Marketing genug.** Reichweite zu erzeugen und tatsächliche Kaufbereitschaft zu erzeugen sind zwei unterschiedliche Dinge. Ein Post kann gut performen, ohne dass daraus auch nur ein einziger Klick auf den Kaufen-Button wird.
Der gemeinsame Nenner aller drei Fehleinschätzungen: Ich hab zu sehr aus der Produktperspektive gedacht und zu wenig aus der Perspektive von jemandem, der das Produkt noch gar nicht kennt. Das ist eine Lektion, die ich vermutlich nicht das letzte Mal lerne — aber diesmal wenigstens bewusst.
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