Wir posten seit über einem Jahr regelmäßig auf LinkedIn — genug Datenbasis, um mal ehrlich draufzuschauen, was bei uns eigentlich funktioniert, statt nur nach Gefühl zu urteilen.
Eine Frage, die uns interessiert hat: Gibt es eine „richtige“ Länge für einen guten Post? Die Datenlage aus unseren eigenen Posts ist eindeutiger als erwartet, aber anders als man zunächst denkt: Es ist nicht die Gesamtlänge, die den Unterschied macht.
Was den Unterschied macht, sind die ersten ein bis zwei Zeilen. LinkedIn kürzt Posts nach wenigen Zeilen ab und zeigt einen „…mehr anzeigen“-Link. Unsere Posts mit einer klaren, konkreten Aussage in genau diesem sichtbaren Bereich — ohne Umschweife, ohne Aufwärmsatz — hatten durchgehend bessere Interaktionsraten als Posts, die erst nach mehreren Sätzen zum eigentlichen Punkt kamen. Und das unabhängig davon, ob der Gesamttext danach kurz oder lang war.
Praktisch heißt das für unseren eigenen Schreibprozess: Wir formulieren inzwischen bewusst zuerst den restlichen Post und schreiben die ersten zwei Zeilen erst danach — wenn klar ist, was der eigentliche Kern der Aussage ist. Vorher haben wir oft mit einer Einleitung angefangen und sind erst später zum Punkt gekommen, was in den Zahlen sichtbar schlechter performte.
Kein Anspruch auf wissenschaftliche Repräsentativität — das ist unsere eigene, kleine Datenbasis, kein A/B-Test mit tausenden Posts. Aber für uns war es Grund genug, den eigenen Schreibprozess anzupassen.
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