Ein kleiner, aber inzwischen fester Termin in meiner Woche: Freitagnachmittag, 15 Minuten, Server-Logs von Social Publisher durchgehen. Kein Notfall, kein akutes Problem — genau das ist der Punkt.
Ausgelöst hat das der Doppelpost-Bug, über den ich hier schon geschrieben habe. Der Bug war Wochen aktiv, bevor er überhaupt auffiel — einfach weil niemand aktiv nach ihm gesucht hat und die Symptome (ein doppelter Post hier und da) nicht laut genug waren, um sofort ein Ticket auszulösen.
Seitdem läuft bei mir jeden Freitag ein kurzer, bewusst unspektakulärer Check: → Welche Fehlerarten tauchen in den Logs wiederholt auf? → Gibt’s neue Fehler, die letzte Woche noch nicht da waren? → Häufen sich bestimmte Antwortcodes von der LinkedIn-API an einem bestimmten Tag oder bei bestimmten Nutzern?
Das ist keine tiefgehende Analyse mit Dashboards und Reports, einfach ein bewusster, wiederkehrender Blick. In den letzten Wochen hat das zweimal etwas aufgedeckt, das sonst erst über Support-Tickets aufgefallen wäre — kleinere Sachen, aber eben früher gefunden als reaktiv.
Was ich daraus mitnehme: Reaktiver Support — auf Tickets reagieren — ist notwendig, aber er zeigt einem nur, was Nutzer schon aktiv gemeldet haben. Ein regelmäßiger, bewusst eingeplanter Blick in die eigenen Logs zeigt einem, was noch niemand gemeldet hat, weil es noch keiner bemerkt hat. Zehn bis fünfzehn Minuten pro Woche sind dafür eine überschaubare Investition.
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